Interview: “Burschenschafter sind eine Speerspitze des Antifeminismus”

Ihr setzt euch ja jetzt gerade sehr stark mit dem männerbündischen Charakter von Burschenschaften auseinander. Warum vordergründig? Was soll denn das Besondere an diesen burschenschaftlichen Männerbünden sein?

Es wurde vielfach auf den nationalistischen, geschichtsrevisionistischen und meistens auch frauenfeindlichen Gehalt von Burschenschaften hingewiesen, aber selten das Männerbundprinzip als Grundlage kritisiert. Wir denken aber, dass sich ohne diese Auseinandersetzung der Kern von Burschenschaften gar nicht erklären lässt. Deshalb konzentrieren wir uns erstmal dadrauf – wobei die anderen Ideologien damit ja auch eng zusammen hängen.

Naja und zur Besonderheit: erst einmal ist ihre Organisationsform wesentlich expliziter und stabiler im Gegensatz zu anderen männlichen Netzwerken, z.B. Unternehmensvorständen oder sonstigen Seilschaften. Denn die Burschen verstehen sich als Lebensbund und schaffen sich so eine umfassende Ordnung, die bewusst nur auf das Männliche ausgerichtet ist. Der rituelle Charakter, also die Kneipe, die Mensur, die Kleidung usw., ist vielleicht darüber hinaus noch etwas, das ins Auge springt und erstmal einen Unterschied zu anderen Männerklüngeln darstellt. (mehr)

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